Grünordnungsplan zum Umsiedlungsstandort Inden / Alsdorf


Gestaltungsplanung

Projektdaten
Auftraggeber: Gemeinde Inden
Plangebietsgröße: ca. 57 ha
Bearbeitungszeitraum: 1990-1991
Städtebauliche Planung: Helmer Meyer Seiler, Aachen
 

Bedingt durch die Lage des Braunkohlentagebaues Inden, müssen die Ortslagen Inden und Altdorf umgesiedelt werden. Hierzu stellt die Gemeinde Inden die Bebauungspläne Nr. 22 und 23 sowie den Grünordnungsplan als Bestandteil auf.

Grundlagen für den Grünordnungsplan sind der Rahmenplan der Gemeinde, der landschaftspflegerische Fachbeitrag zum Umsiedlungsstandort sowie die Bebauungspläne.

Gestaltungsvorschlag

Ausgangspunkt der Grünordnungsplanung sind die vorhandenen Landschaftselemente:

  • die Wehebachaue (im Osten)
  • der alte Bahndamm (im Westen)
  • das Wälchen (im Zentrum)

Ziele der Grünordnungsplanung sind:

  • der Schutz sowie die Sicherstellung der Weiterentwicklung o.g. Elemente (z.B. durch
    Stärkung des Biotopverbundes)
  • Schaffung eines stark durchgrüntes Wohnumfeldes, so dass die Auswirkungen durch
    Autobahn, Kraftwerk und Tagebau vermindert werden.
Wehebachaue (links) und Wäldchen (Mitte)

Durch die Darstellung des gewünschten Entwicklungszieles sowie zum Erreichen dieses Zieles erforderlichen Maßnahmen, kann die Qualität der Grünflächen gesichert werden.


Aufbau eines gestuften Waldsaumes
zum Wehebach hin

Für die Wehebachaue wird z.B. als Entwicklungsziel ein Auwald festgelegt. Durch Rodung der Hybridpappeln und Anpflanzung von Weichholzarten werden die Voraussetzungen für eine naturnahe Entwicklung des Waldes geschaffen. Ein gestuft aufgebauter Waldsaum mindert die Beeinträchtigungen, die von der umliegenden Bebauung ausgehen

Friedhofzufahrt

Da auf die Gestaltung der privaten Flächen kaum Einfluss genommen werden kann, kommt der Gestaltung des Straßenraumes eine erhöhte Bedeutung zu. Im Rahmen des Grünordnungsplanes werden die verschiedenen Straßenquerschnitte aus ökologischer, klimatologischer und städtebaulicher Sicht optimiert. So werden Flächenversiegelungen im Bereich der Parkstreifen durch die Verwendung von Rasenfugenpflaster und Schotterrasen minimiert. In nahezu allen Straßen sind Bäume vorgesehen, entlang der Hauptstraßen als Alleen, ansonsten als wechselnde Baumreihen.



 
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