ökologische Ausgleichsfläche "Schleider Grund"


landschaftspflegerische Ausführungsplanung

Projektdaten
Auftraggeber: Gemeinde Jüchen, Sonderprojekt Umsiedlung
Baukosten: 750.000 €
Planung + Ausschreibung: 2000
Bauzeit (ohne Pflege): 2001-2002
Entwicklungspflege: 2002-2006
ausführende Firma: Garten- und Landschaftsbau Kremers, Heinsberg
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Bilder Fertigstellung Ausgleichsfläche 2002
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Bilder nach 2 Jahren Entwicklungspflege 2004
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Bilder nach 3 Jahren Entwicklungspflege 2005
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Bilder nach 4 Jahren Entwicklungspflege 2006
 

Bei der Aufstellung des Bebauungsplanes für den Umsiedlungsstandort Otzenrath / Spenrath (Gemeinde Jüchen) wurde als zentraler Ausgleich eine Fläche von 13 ha im Bereich des Schleider Grundes ausgewiesen. Der Schleider Grund ist ein Trockental, so dass über die unterschiedlichen Expositionen und Bodenzusammenstellungen die Voraussetzungen für eine vielfältige Entwicklung gegeben ist.

Gestaltung

  1. Heckenstrukturen
  2. Waldbereich
  3. Grabenbereich
  4. Naturerlebnisraum
  5. Lindenrondell
  6. Lindenreihe

Anhand von Bodenanalysen wurde im Vorfeld festgestellt, dass der Boden im Bereich der Ausgleichsfläche aufgrund der vorherigen ackerbaulichen Nutzung hohe Nährstoffwerte aufweist. In ca. 40 cm Tiefe ist der Nährstoffgehalt wesentlich geringer. Zur Optimierung der Standortbedingungen für die Entwicklung einer vielfältigen Pflanzenwelt wird auf eine Fläche von ca. 7.500 m² die Oberbodenschicht (40 cm) abgetragen. Auf weitere 7.500 m² wird 25 cm Sand bzw. Unterboden aufgetragen und grob eingearbeitet.

Anpflanzung um das Regenrückhaltebecken

Die Planung geht von der Erhaltung des offenen Charakters des Talraumes aus. Zu den angrenzenden Siedlungsbereichen wird die Fläche durch Gehölzstreifen aus heimischen Sträuchern abgegrenzt. Diese Streifen halten ein Teil des Samenfluges zurück, so dass die Verbreitung von Wildkräutern in die anschließenden Gärten gemindert wird.

Um das Regenrückhaltebecken herum sind größere waldähnliche Bereiche vorgesehen, die zum Großteil angepflanzt werden. Ein Teilbereich von ca. 8.000 m² bleibt der Sukzession überlassen.

Holzsteg

Aufgrund der Lage in unmittelbarer Nähe der Siedlungsbereiche, erfüllt die Fläche, über die reinen ökologischen Funktionen hinaus, auch Funktionen im Rahmen der naturnahen Erholung.

Wassergebundene Wege schaffen direkte Verbindungen zwischen den nördlich und südlich des Schleider Grundes gelegenen Ortsteilen. Holzstege überbrücken die offenen Gräben, Bänke laden zum Verweilen ein.


Weidenhütte d = 4 m kurz nach der
Herstellung (März 2002)

Zur Steuerung des Erkundungstriebes der Kinder sowie zum Schutz der frisch angelegten Pflanzungen ist ein Naturerlebnisraum vorgesehen. Sand-, Kies- und Rasenhügel, Sitz- und Trockenmauern, Steckweidenhütten sowie ein -labyrinth bieten Ansätze für verschiedenen Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen. Durch die Verwendung von ausschließlich natürlichen Materialien kann die Fläche bei rückläufigem Interesse der Nutzer verwildern.

Naturerlebnisraum



 
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