Retentionsfilterbecken "In der Dell" in Würselen


landschaftspflegerische Ausführungsplanung

Projektdaten
Auftraggeber: Wasserverband Eifel-Rur
Plangebietsgröße: ca. 0,8 ha
Baukosten: 38.000 €
Planung: 2002
Ausführungszeitraum: 2003-2005
ausführende Firma: Garten- und Landschaftsbau Kremers, Heinsberg
Planung RFB: Hydro-Ingenieure Düsseldorf

Diashow - Retentionsfilter
Winter 2002/2003
Diashow - Retentionsfilter
Frühsommer 2004
 

Im Stadtteil Linden-Neusen der Stadt Würselen ist ein Regenüberlauf vorhanden, der nicht mehr den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspricht. Die Stadt Würselen sieht sich, auch aufgrund häufiger Beschwerden von Anwohnern, veranlasst, die bestehende Situation zu verändern. Dazu ist vorgesehen, ein Speicherbauwerk, das aus einem Kanalstauraum und einem Regenüberlaufbecken als Retentions-Bodenfilter besteht, zu errichten.

Bestand

Der Bereich, in dem das Bodenfilterbecken errichtet werden soll, wird als Weide genutzt. Die Artenzusammensetzung der Vegetation deutet auf eine intensive Nutzung hin. Die Böschungen und die Sohle des Broicher Baches zeigen eine ähnliche Vegetation wie die Weide. Die Sohle ist zusätzlich mit Brennnesselgruppen bestanden. Die Weide wird an ihrer südlichen Seite von einer Weißdorn-Schlehenhecke, die mit Holunder, Rose oder Brombeere durchsetzt ist, begrenzt.

Zustand vor Baubeginn
landschaftspflegerische Ausführung

Als Maßnahme zur Kompensation der Eingriffsfolgen werden die innerhalb der Zaunanlage befindlichen, aber nicht beanspruchten Flächen sowie das nördlich anschließende Grundstück Nr. 39 herangezogen. Durch Umnutzung dieser Flächen können die Beeinträchtigungen des Baum- und Gehölzbestandes (Trittschäden durch Beweidung) abgestellt werden. Zur optischen Einbindung des Beckens werden auf den nördlich gelegenen Grundstücken Gehölzpflanzungen in einer lockeren Anordnung vorgenommen, so dass das 2 m über den vorhandenen Gelände herausragende Auslaufbauwerk einschließlich Dämme abgeschirmt wird.


Ausschnitt
landschaftspflegerischer Ausführungsplan

Die horizontale Filterfläche wird mit Schilf bepflanzt. Eine solche Bepflanzung kann unmittelbar in den Sandfilter erfolgen. Zur Unterstützung des Schilfwachstums wird ein zeitlich begrünter Einstau des Filters sowie auch ein temporärer Überstau ermöglicht. Dieser erfolgt durch ein Anheben des Auslaufes im Ablaufschacht bis OK Filter. Für die Sicherung der Böschungen, welche dem Wasserwechsel ausgesetzt sind, wird eine Bepflanzung mit Rohrglanzgras angesetzt.


Tiefbauarbeiten Ende 2002

Bei der Pflanzenauswahl sind standort- und landschaftsgerechte Pflanzenarten verwendet worden, Grundlage ist hier die potentiell natürliche Vegetation. Als Pflanzgrößen sind bei den Bäumen ein Stammumfang von mind. 14-16 cm, bei den Sträuchern eine Qualität “2 x verpflanzt, Höhe 60-100 cm” gemäß lanschaftspflegerischem Begleitplan gewählt worden. Der Anteil an Großsträuchern wurde gering gehalten (max 15-20%), um einen dauerhaft abgestuften, dichten Bestand zu erreichen. Ein ausreichender Schutz gegen Wildverbiss wurde sichergestellt.



 
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