Gasrohrnetzerweiterung Imgenbroich-Monschau


landschaftspflegerischer Begleitplan


Projektdaten
Auftraggeber: Energie- und Wasserversorgung GmbH, Stolberg
Plangebietsgröße: 10 ha
Bearbeitungszeitraum: Juni - August 2004
 

Im Zuge der Erdgaserschließung zwischen Imgenbroich und Monschau plant die Energie- und Wasser-Versorgung GmbH die Verlegung einer Gasleitung DN 225 entlang der K 16 zwischen Imgenbroich und Mützenich. Auf einem Teilbereich der K 16 (westlich der Einmündung “Leichenweg”) wird die Leitung im Zusammenhang mit dem Bau der Abwasserüberleitung des Wasserverbandes Eifel-Rur realisiert. Der Abschnitt zwischen der Einmündung “Leichenweg” und der vorhandenen Gasleitung in der Ortslage von Imgenbroich ist Gegenstand eines Antrages, für dessen Genehmigung ein landschaftspflegerischer Begleitplan erstellt wurde.

Bestands-, Konflikt- und Maßnahmenplan (Ausschnitt)

Dem eigentlichen Planentwurf geht eine Bestandserfassung des zu betrachtenden Landschaftsraumes voraus. Zusätzlich werden die von der Planung berührten natürlichen Grundlagen, Schutzgebiete, bestehenden Flächennutzungen sowie Planungen Dritter erfasst und bewertet.

Die vorhandene Situation wird mit den zu erwartenden Auswirkungen des Leitungsbaus auf Natur und Landschaft verglichen, sowie die Schwere der Beeinträchtigung ermittelt. Diese Eingriffsermittlung basiert auf der “Naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung bei unterirdischen Rohrleitungen für nicht wassergefährdende Stoffe gemäß Landschaftsgesetz LG NRW - Eingriffsregelung Rohrleitungsbau Gasleitungen (ERegRohrlGas)”, eingeführt per gemeinsamen Runderlass vom 13.09.2002.

Aus den jeweiligen Beeinträchtigungen werden die konkreten landschaftspflegerischen Maßnahmen, zum Ausgleich und zum Ersatz der Eingriffsfolgen abgeleitet.

Ausschnitte des Bestands-, Konflikt- und Maßnahmenplan

Von der Einmündung “Leichenweg” verläuft die Trasse auf der Südseite der K 16 innerhalb eines unbefestigten Bankettstreifens und quert in Höhe des Rochuskreuzes die Straße “Auf der Hardt”. Unmittelbar nach der Kreuzung wird die Leitung unter der südlich der K 16 verlaufenden Pflasterrinne verlegt. Die Pflasterrinne endet unmittelbar westlich des Wasserbehälters am Ortseingang von Imgenbroich. Vor der Ortslage kreuzt die Leitung die K16, um dann innerhalb des nördlich verlaufenden asphaltierten Geweges an der vorhandenen Bebauung vorbeizuführen. Durch die Führung auf der Nordseite wird die auf die Südseite der K 16 befindliche Baumreihe geschont. Weiterhin braucht für die Herstellung möglicher Hausanschlüsse die K 16 nicht gequert zu werden. Kurz vor Bauende überquert die Trasse die K 16, um an das vorhandene Gasnetz anzuschließen.

Die zum Großteil als geschützte Landschaftsbestandteile festgesetzten Baumhecken befinden sich überwiegend oberhalb der ca. 2 m hohen Einschnittböschung der K 16 (s. Querschnitte E-E und F-F). Durch die Lage des Leitungsgrabens am Böschungsfuß ist davon auszugehen, dass das Wurzelwerk der höher stehenden Gehölze nicht beeinträchtigt wird. Vor der Ortslage (s. Querschnitte I-I und J-J) wird die Leitungstrasse auf die nördliche Straßenseite im Bereich des asphaltierten Gehweges verlegt, um eine Beeinträchtigung des Wurzelwerkes der auf der Südseite vorhandenen Baumreihen durch den Leitungsgraben zu vermeiden.

Querschnitte I-I und J-J Querschnitte E-E und F-F



 
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