Errichtung eines UMTS-Funkmastes in Eschweiler-Dürwiß


landschaftspflegerischer Begleitplan

Projektdaten
Auftraggeber: Radio New Tower GmbH
Plangebietsgröße: 31 ha
Bearbeitungszeitraum: Juli 2001
Die Planung wurde nicht zur Genehmigung eingereicht und der Funkmast nicht gebaut.
 

Für die im Jahr 2000 vergebenen UMTS-Lizenzen war ein neues Funknetz mit der entsprechenden Infrastruktur mit Funkmasten einzurichten. Die New Radio Tower (NRT) GmbH beabsichtigte, die Infrastruktur eines UMTS-Netzes für verschiedene Lizenzinhaber aufzubauen.

Dazu waren Maste zu errichten, auf denen die Sende- und Empfangsanlagen der Netzbetreiber installiert werden konnten. Im Zusammenhang mit dem Aufbau eines bundesweiten Netzes war aus funktechnischen Gründen ein Maststandort im Bereich von Eschweiler-Dürwiß vorgesehen. 

Modell des UMTS-Mastes

Ein 50 m hoher Stahlgittermast wird im oberen Bereich im Regelfall mit 3 Plattformen in einem Abstand von ca. 4 m ausgerüstet. Um eine weitere Nutzung zu gewährleisten, wird nach Bedarf ein ca. 6,5 m hoher Stahlrohraufsatz auf den Mast montiert. An der Basis hat der Mast einen quadratischen Grundriss von ca. 4,7 x 4,7 m, er verjüngt sich nach  oben auf ca. 2,2 x 2,2 m. Der Mast ruht auf einem Stahlbetonfundament von ca. 8,4 x 8,4 m. Zur Erschließung des Maststandortes sowie zur Aufstellung von Betriebsfahrzeugen wird ein ca. 3 m breiter Schotterweg zwischen Wirtschaftsweg und Mast angelegt.

Bestands-, Konflikt- und Maßnahmenplan

Zur Eingliederung des Mastes in den Nahbereich werden am Rande des Grundstückes eine ca. 3 m breite freiwachsende Hecke und an den Eckpunkten Bäume vorgesehen. Die übrigen Flächen werden als Wildkräuterfläche entwickelt. Die Pflanzungen werden durch einen Weidezaun gegenüber der benachbarten landwirtschaftlichen Nutzung geschützt. Falls eine Zaunanlage zum Schutz der technischen Anlagen notwendig wird, wird diese innerhalb der Pflanzung gesetzt.

vorhandener Blick vom Osten Blick vom Osten mit Mastanlage

Landschaftsbildanalyse

Durch die Auswahl des Standortes auf einer Ackerfläche können Eingriffe in Flächen mit hoher Biotopfunktion vermieden werden. Auch die Nähe des Standortes zu vorhandenen, das Landschaftsbild bereits beeinträchtigende Anlagen - hier vor allem die Stromfreileitungen nördlich davon - wirkt sich eingriffsminimierend in Bezug zum Landschaftsbild aus.

Die Errichtung des 56 m hohen Funkmastes bringt, trotz der Vorbelastungen durch die Stromfreileitungen, im Bereich des Standortes selbst größere, im weiteren Umfeld noch wahrnehmbare Veränderungen des Landschaftsbildes mit sich. Diese wurden auf der Grundlage der Methode Werner Nohl analysiert und quantifiziert.

vorhandener Blick vom Nordosten Blick vom Nordosten mit Mastanlage



 
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