vorhabenbezogener Bebauungsplan zum Caritasberatungshaus


landschaftspflegerischer Fachbeitrag

Projektdaten
Auftraggeber: Caritasverband für das Bistum Aachen e.V.
Plangebietsgröße: 1.200 m²
Städtebaulicher Entwurf: Hahn Helten Architekten, Aachen
Bodenuntersuchung: Fachbereich für Umwelt der Stadt Aachen
Geotechnischer Bericht: Dieler + Partner GmbH
Luftimmissionsmessungen: Chem. und Lebensmitteluntersuchungsamt der Stadt Aachen
Schallimmissionstechnische Beurteilung: IBK Schallimmissionsschutz, Herzogenrath
Fledermausuntersuchung: pro terra, Aachen
 

Der Caritasverband für das Bistum Aachen e.V. beabsichtigt, das vorhandene Gebäude an der Reumontstraße Nr. 7 umzubauen und zu erweitern. Aufgrund der derzeitigen ungeordneten städtebaulichen Situation (Gemengelage von Wohnen, Gewerbe und Bahnanlagen) wird ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt, dem zu Abwägung der Belange von Natur und Landschaft in der Bauleitplanung ein landschaftspflegerischer Fachbeitrag angegliedert wird, um die von der Stadt Aachen geforderten Aussagen in Bezug auf die Umweltverträglichkeit ergänzt.

Bestand

Im Erdgeschoss des vorhandenen 3-geschossigen Gebäudes sowie im eingeschossigen Anbau ist ein Kindergarten untergebracht, die oberen Stockwerke werden als Studentenwohnheim, die Freiflächen als Spielplatz genutzt. Auf dem Grundstück befindet sich gem. Baumschutzsatzung geschützter Baumbestand. Das Grundstück selbst grenzt unmittelbar an Bahnanlagen an.

Maßnahmen

Geplant ist der Abriss des eingeschossigen Anbaues und Bau eines 6-geschossigen Gebäudes. Die Nutzung als Studentenwohnheim wird aufgegeben, die Räume werden zur Büronutzung umgebaut. Der Kindergarten soll weiterhin im Gebäude untergebracht werden.


Übersicht Emissionsquellen

(IBK Schallimmissionsschutz)

Aufgrund der Nähe zu den Bahnanlagen wird untersucht, ob die geplanten Nutzungen mit den vorhandenen Umweltbelastungen vereinbar sind. U.a. werden dazu Bodenanalysen, Luft- und Schallmessungen durchgeführt.

Zur Sicherstellung, dass das Dachgeschoss des vorhandenen Gebäudes nicht von Fledermäusen als Nist- oder Schlafraum genutzt wird, wird das Gebäude untersucht.

Weiterhin wird anhand eines digitalen Raummodells geprüft, ob der 6-geschossige Neubau die Nutzung der Freiflächen als Spielplatz durch Beschattung beeinträchtigt.


Beschattungsmodell
(1. Mai 09:00 Uhr bzw. 13:00 Uhr)

Der Fachbeitrag wird interdisziplinär unter Beteiligung von Architekten, Bodengutachtern, Bodenmechanikern, Lebensmitteltechnikern, Schallimmissionsgutachtern, Biologen und Landschaftsarchitekten erstellt. Die Koordination und Beauftragung erfolgt durch das Büro LANDSCHAFT!.

Aus den Untersuchungen geht hervor, dass auf dem Grundstück keine relevanten Einwirkungen im Hinblick auf Lärmimmissionen, Luft- und Bodenschadstoffe vorhanden sind, so dass die bestehende und geplante Nutzung ohne Beeinträchtigungen ausgeübt werden können.




 
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