vorhabenbezogener B-Plan zur Wohnanlage Alte Vaalser Straße


landschaftspflegerischer Fachbeitrag


Projektdaten
Auftraggeber: Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft für Aachen (GEWOGE) AG
Plangebietsgröße: 4.600 m²
Bearbeitungszeitraum: 07/2002
Städtebaulicher Entwuf: Hahn Helten Architekten, Aachen
Geotechnischer Bericht: Dieler+Partner GmbH, Aachen
Schallimmissionstechnische Beurteilung: IBK Schallimmissionsschutz, Herzogenrath
 

Die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft für Aachen AG beabsichtigt, im Aachener Stadtteil Vaalserquartier, 15 Einfamilienhäuser als Reihenhausbebauung zu errichten. Zur Realisierung des Vorhabens wird ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt, dem zur Abwägung der Belange von Natur und Landschaft in der Bauleitplanung ein landschaftspflegerischer Fachbeitrag angegliedert wird, um die von der Stadt Aachen geforderten Aussagen in Bezug auf die Umweltverträglichkeit zu ergänzen.

Bestand / Konflikte

Das beplante Grundstück umfasst im Bestand im Wesentlichen eine Weidefläche, die im Flächennutzungsplan der Stadt Aachen als Wohnbaufläche ausgewiesen ist. An der westlichen Grenze befindet sich auf einem benachbarten Grundstück ein Walnussbaum, der gemäß der Baumschutzsatzung der Stadt Aachen geschützt ist. Östlich und nördlich des Plangebietes fließt der Senserbach.

Maßnahmen

Auf dem südwestlichen Bereich der Weideflächen sollen 15 Reihenhäuser als kostengünstige, stadtnahe Eigenheime für Familien mit Kinder gebaut werden, die in 3 Reihen von 4, 5 bzw. 6 Einheiten zusammengefasst sind. Da die Häuser nicht unterkellert werden, sind an den Gartengrenzen Garten- und Abstellräume vorgesehen. Die Erschließung erfolgt über drei nicht befahrbare Wohnwege, die über eine Treppenanlage bzw. Rampe den Höhenunterschied von 1,6 m zum tieferliegenden Gelände überwinden.

schalltechnische Maßnahmen

(IBK Schallimmissionsschutz)

Aufgrund der Nähe zur Vaalser Straße mit einem Verkehrsaufkommen von ca. 17.000 Fahrzeuge pro Tag, wird untersucht, ob die Orientierungswerte für den Schallschutz eingehalten werden. Hierzu wird eine schallimmissionstechnische Untersuchung durchgeführt.

Ortsrandgestaltung

Aus der Gegenüberstellung des Ist-Zustandes mit dem geplanten Zustand ergibt sich eine Beeinträchtigung der ökologischen Funktionen auf der Gesamtfläche des Planungsraumes. Zur Kompensation dieses Defizites werden in der unmittelbaren Umgebung des Plangebietes weitere Maßnahmen angestrebt, die sich in zwei Funktionsbereiche untergliedern lassen:

  • Ortsrandgestaltung
  • Gewässerufergestaltung

Gewässerufergestaltung

Zur Ableitung der nicht verunreinigten Niederschlagswässer in den Senserbach wird entlang der nördlichen Baugebietsgrenze ein offener Graben angelegt. Aufweitungen und Vertiefungen schaffen die Vorraussetzung für eine differenzierte Entwicklung als wechselfeuchte Bereiche.

Beidseitig des Grabens sind Bäume und Strauchpflanzungen vorgesehen, die die Bebauung zur Weidefläche hin einrahmen und so einen “grünen” Ortsrand bilden. Durch flach ausgezogene Böschungen werden die vorhandenen Höhenunterschiede zur Alten Vaalser Straße bzw. den Wohnwegen überwunden.



 
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