L 221n Ortsumgehung Aachen-Eilendorf


Umweltverträglichkeituntersuchung

Projektdaten
Auftraggeber: Stadt Aachen / Stadt Stolberg
Landesbetrieb Straßenbau NRW, Niederlassung Aachen
Trassenlänge: 1960 m
Bearbeitungszeitraum: 1998 - 2003
Straßenplanung: AGEVA Aachen
Schallimmissionstechnischer Fachbeitrag: Ing. Büro Dipl. Ing. F.-J. Kals, Herzogenrath
Pflanzen- u. tierökologisches Gutachten: IBL Aachen, Fonck-Kreisel-Winkens
 

Durch erhöhtes Verkehrsaufkommen mit hohem LKW-Anteil aus dem Raum Stolberg mit dem Ziel “Bundesautobahn” kommt es im Aachener Stadtgebiet zu großen verkehrlichen Beeinträchtigungen der Ortslagen Brand und Eilendorf. Um diese Verkehre auf direktem Wege auf die Autobahn zu führen, ist eine Anbindung an die BAB A44, zwischen der Anschlussstelle Brand und dem Autobahnkreuz Aachen geplant. Als Zubringer ist eine Verbindungsstraße (L 221n) zwischen der Debyestraße und der Sebastianunsstraße (L 236) bzw. Von-Coels-Straße/ Buschmühle (L 221) im Bereich Geisberg angedacht.

Bestand

Die im Rahmen dieser Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) zu betrachtende L 221n dient der Ortsumgehung für Aachen-Eilendorf und als Autozubringer für eine neu einzurichtende Anschlussstelle an die BAB A44 zwischen Brand und dem Autobahnkreuz Aachen. Ziel der Umweltverträglichkeitsprüfung ist die Findung von aus Sicht der Umwelt (z.B. Flora und Fauna, Lärm) konfliktarme Trassen. Der eigentlichen Analyse geht eine Bestandserfassung des Untersuchungsraumes durch Erhebungen vor Ort und Auswertung des relevanten Kartenmaterials voraus.

Arten- und Biotopschutz

In einem weiteren Schritt erfolgt die Bewertung der Natur- und Landschaftspotentiale für die Funktionsbereiche Wohnen / Wohnumfeld, Erholung, Biotop- und Artenschutz, Wasser-, Boden- und Klimahaushalt sowie nachhaltige Nutzungen. Hierbei werden real vorhandene und behördenverbindlich geplante Funktionen und Nutzungen als Einheit angesehen und eingeschätzt.

Erholungsfunktion Aggregation

Durch die Überlagerung (Aggregation) der Flächenfunktionen werden die Konfliktpotentiale, die durch die Flächeninanpruchnahme selbst, die baubedingten und betriebsbedingten Auswirkungen zu erwarten sind, aufgezeigt. In dieser Bearbeitungsstufe wird zum einen die vorhandene Beanspruchung des Raumes in Bezug auf Natur und Landschaft verdeutlicht, zum anderen wird erkennbar, inwieweit der durch die Planung hervorgerufene zusätzliche Nutzungsanspruch an diesen Raum mit der gegebenen Leistungsfähigkeit vereinbar ist. In einer Verknüpfung der ermittelten konfliktarmen Korridore mit den Anforderungen der Verkehrstechnik an die zu planende Straße werden Korridore für Trassenvarianten ausgewählt, die sowohl den Ansprüchen von Natur und Landschaft als auch den verkehrlichen Ansprüchen genügen. Innerhalb dieser Korridore werden, auch unter Betrachtung von Natur und Landschaft, Trassen, evtl. mit Varianten festgelegt.

Risikoanalyse

Nach Betrachtung mehrerer Varianten wird aus Sicht der Umweltverträglichkeit die Variante C wegen ihrer weitgehenden parallelen Führung zur BAB A 44, der Vermeidung von Eingriffen in den Gewässerkomplex und der geringen zusätzlichen Versiegelung favorisiert.



 
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