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Bis 1992 waren auf der NATO-Airbase in Wegberg-Wildenrath britische Streitkräfte stationiert. Nach Abzug der Streitkräfte plante die Entwicklungsgesellschaft Wegberg-Wildenrath (EWW) die Ansiedlung eines Prüfcenters für Eisenbahn- und Nahverkehrsfahrzeuge. Das Prüfcenter, das von der Siemens AG betrieben wird, dient zur Entwicklung und Erprobung von Prototypen und Inbetriebsetzung von Serienfahrzeugen. Zum Bau und Betrieb des Prüfcenters wurde ein Antrag auf Planfeststellung gestellt, der auch die Umweltverträglichkeitsuntersuchung enthielt. |
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| Bestandserfassung Biotoptypen (Übersicht) | ||
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Der Untersuchungsbereich umfasste den gesamten ehemaligen Militärstandort mit einer Fläche von ca. 1760 ha und einen 200 m breiten Randstreifen um den Standort herum. Seit Anfang 1993 wurden mehrere Untersuchungen zum Naturhaushalt und der Altlastensituation vorgenommen. Im Rahmen der UVS wurde eine flächendeckende Biotoptypenkartierung durchgeführt sowie die Avifauna, die Ge- |
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| Waldbereich mit ehem. Mannschaftsunterkünften | ||
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Durch die frühere Nutzung als Flugplatz und Militärstandort haben sich Offenlandbiotope im Umfeld der Roll- und Landebahnen und Waldflächen in den übrigen Bereichen entwickelt. Bei den Offenlandbiotopen handelt es sich um ein Mosaik aus Sand- und Rotstraussgras- sowie Sandheidegesellschaften (geschützt nach § 62 Landschaftsgesetz), während sich die Waldbereiche aus Nadelholz-Laubholzbeständen und reinen Nadelholzbeständen zusammensetzen. |
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| Bestanderfassung Biotoptypen (Detail) | ||
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Im Vorfeld der Planung wurden mehrere Standorte im In- und Ausland untersucht. Hierbei stellte sich heraus, dass der ehem. Militärstandort durch die vorhandene Schienenanbindung, die räumliche Ausdehnung des Geländes und aufgrund der auf dem Gelände vorhandenen Infrastruktur gute Voraussetzungen zur Ansiedlung bot. Angelegt werden sollten 2 Testringe (6 und 2,5 km Länge), 3 Teststrecken (zus. 2,3 km), Zufahrtstraße, Werkstraße und Parkplätze, Zugbildungshalle, Betriebs-, Schaltanlagen- und Pförtnergebäude mit einer Gesamtfläche von ca. 27,5 ha. |
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| Offenlandbiotop (Detail) | ||
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Die Anlage des Prüfcenters bedingt Verluste und Beeinträchtigungen in Flächen mit Bedeutung für den Biotop- und Artenschutz, den Boden- und den Klimahaushalt. Es gehen ca. 5,5 ha Wald, 1,3 ha Offenland mit besonderer Bedeutung und 12,7 ha weiteres Offenland verloren. Die zusätzliche Versiegelung, vor allem die Teilversiegelung durch die Gleisringe, beträgt 18,7 ha. |
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| Maßnahmenplan (Übersicht) | Maßnahmenplan (Detail) | |
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Die Maßnahmen zum Ausgleich und Ersatz der Eingriffsfolgen umfassen u.a. die Anlage von 57,7 ha Wald sowie die Entwicklung von 47 ha Offenland zur Sandheide oder einen Biotopkomplex mit größeren Anteilen an dieser. Insgesamt kann dem Naturhaushalt eine Fläche von 200 ha zur Verfügung gestellt werden. |
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